Glahn überreicht Mark den Kodokan Wimpel Mark Bettens-Schwartzkopff Mark (links) im fachgespräch mit Klaus (rechts)

60 Jahre Mattenjubiläum von Mark Bettens-Schwartzkopff

Mark Bettens-Schwartzkopff ist in diesem Monat nicht nur 70 Jahre alt geworden; er steht auch seit nunmehr 60 Jahren auf der Judo-Matte.
Mark, Inhaber des 6. Dan Judo und in unserem Region der alleinige Träger des rot-weißen Gürtels, wollte dieses Jubiläum im Kreis seiner Judo-Freunde begehen.
Um diesen Tag gebührend zu feiern, fand beim TSV Borstel, am 04.September, in der Zeit von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr, ein Lehrgang statt.
Zu diesem Anlass war es Mark gelungen, zwei hochrangige Judokapazitäten zu gewinnen, nämlich Klaus Glahn und Jean-Jacques Komosinski von VfL Wolfsburg. Dazu kam noch Björn Haiduck von der Uni Oldenburg als Spitzentrainer Ju-Jitsu-Selfdefence.
Um 10.00 Uhr begann, nach kurzer Ansprache und der übergabe von Blumen und Geschenken, der Lehrgang. Jean-Jacques startete mit einer brillanten Judo-Gymnastik, die in keiner Phase zu wünschen übrig ließ.
Komo, wie er gern von seinen Freunden genannt wird, ist mit seinen über 60 Jahren immer noch ein quicklebendiger, dynamischer und überaus gelenkiger und beweglicher Athlet, der hier eine Vielzahl von übungen zeigte, dabei aber nicht wie ein Pascha um die Matte ging, um nur zu korrigieren, sondern jede übung präzise selbst vormachte.
Es war eine Augenweide mit anzusehen, wie der 95-kg-Mann alles elegant demonstrierte und dabei genauso zum Schwitzen kam, wie alle der gut 30-40 anwesenden Judoka, vom 7-jährigen Mädchen bis zum 75- jährigen Senior.
Der Enthusiasmus und die Begeisterungsfähigkeit mit der Komo hier zu Werke ging, hat man auf vielen Lehrgängen mit scheinbar wichtigen Lehrern noch nicht gesehen. Alles Vorgeführte hatte einen sinnvollen Zusammenhang und klar erkennbaren Ablauf. Alles was dazu gesagt und getan wurde, war plausibel und brachte deshalb Freude und Erkenntnisse, weil die Zusammenhänge begriffen und nachvollzogen werden konnten.
Als letzter kam dann Björn Haiduk auf die Matte, um seine Kenntnisse in Ju-Jitsu an die Teilnehmer weiterzugeben.
Viele der gestandenen Judoka kamen ins Schwitzen bei den schnellen und gezielten Techniken des jungen Selbstverteidigungstrainers. Björn zeigte uns mit seinem Partner Robert einige Einblicke in die Selbstverteidigung.
Dieses gut dreistündige Trainings- und Gymnastikprogramm wurde erst durch eine große Pause, um 13.00 Uhr, unterbrochen, die alle zur Flüssigkeitsaufnahme nutzten.
Gegen halb zwei, nachdem alle wieder gut gestärkt und versorgt dem Aufruf von Altstar Klaus Glahn gefolgt waren, begann ebenfalls mit einem kurzen Aufwärmprogramm, die zweite Runde.
Glahn ging hernach auf viele Techniken aus dem Bereich der Fuß- und Beinwürfe ein und demonstrierte einfache und komplizierte Würfe, die vielfach ergänzt und effektiv weitergeführt wurden. Mal gab es hervorragende Umstiege in Kontertechniken, mal gab es tolle Kombinationen. Alles war sinnvoll und vom Ablauf harmonisch aufgebaut.
Hier war der alte Spezialist am Werk und zeigte im Kampf erfolgreich einsetzbares Judo. Dabei ging es nicht um Schöngeist, sondern darum, dass wieder der ursprüngliche Sinn unseres Sports ins Augenmerk des Geschehens kommt. Das, was hier an vergleichsweise einfachen Techniken gezeigt und gelehrt wurde, ist vielen  >auch kämpfenden< Judoka oftmals völlig unbekannt.
Dieser Lehrgangspart ließ, wie die anderen, in keinem Punkt zu wünschen übrig und hat allen viel Spaß und eine Menge neuer Erkenntnisse gebracht.
Als letzter des Tages kam noch einmal Björn Haiduk und zeigte sein wirklich meisterliches Können.
Der gemeinsame Ursprung von Judo und Ju-Jitsu wurde allen klar vor Augen geführt.
Müde und geschafft verabschieden wir uns.

Bravo Klaus, bravo Jean-Jacques, bravo Björn.
Es war ein schöner Tag für unseren Sport.

Euer Mark Bettens-Schwartzkopff

Einige Fotos vom 04.Sept.2010

Jacques beginnt mit dem training